14.11.2009

Olá Senhor Presidente: Faro é Faro e não Tavira

Kaum im Amt, schreckte der neue Bürgermeister von Faro die Bewohner der Gemeinde mit einer amtlichen Bekanntmachung (Edital) vom 11.11.09 auf. Darin wird jeder, der eine Klimaanlage "illegal" in- stalliert hat, aufgefordert, diese innerhalb von 60 Werktagen bei der Câmara zu legalisieren. Nach Ablauf dieser Frist werde die Stadtverwaltung alle Geräte kontrollieren mit den gesetzlichen Folgen.

Nach der ersten Schrecksekunde ob dieses barschen Aufrufs fragten viele Bürger nach der Rechtsgrundlage. Die Innenstadt von Faro ist zugepflastert mit hässlichen Klimaanlagen an allen Ecken, ohne dass sich bisher irgendjemand darum gekümmert hat.
Wegen der allgemeinen Aufregung wiegelte der Sprecher der Stadt daraufhin ab. "Pädagogische Absichten" zur Verschönerung der Stadt seien der Grund der Androhungen, jeder "Täter" könne mit der Hilfe der Stadt rechnen.

Nachdem bereits von kompetenter Seite Zweifel an der Rechtsgrundlage des "Aufrufs" angemeldet wurden, liess die Stadtverwaltung in einer ergänzenden Erklärung vom 13.11. die Katze aus dem Sack.
Natürlich gibt eine Stadtverwaltung nicht zu, dass sie vorschnell gehandelt hat. Deshalb wurde der barsche Aufruf erst einmal wiederholt. Auch die angebliche Rechtsgrundlage wurde angegeben - eine Allgemeinklausel ohne konkrete Vorschriften für Klimaanlagen (artigo 121.º do Regime Geral das Urbanizações e Edificações, von dem einige behaupten, es stamme noch aus Salazars Zeiten) ) und eine konkrete Vorschrift der Stadt Faro, die jedoch nur für die historische Altstadt gilt (art.º 53.º do “Regulamento Municipal das Intervenções nos Núcleos Históricos de Faro).
Die barsche Bekanntmachung bezog sich jedoch ausdrücklich nicht nur auf die historische Altstadt sondern das gesamte Stadtgebiet.

Also blieb nur ein wortreich verschleierter Rückzug auf Raten für den Bürgermeister übrig. Und der sieht so aus:
Die Stadt wird (jetzt!!) eine gesetzliche Regelung erarbeiten, wie es sie in anderen Städten bereits gibt und sich (oh Wunder) mit den Firmen im Gemeindegebiet zusammensetzen, die Klimaanlagen installieren. Es heisst auch nur noch, dass man den Bürgen eine Möglichkeit geben wolle, den Sachverhalt zu regulieren. Kein Wort mehr von Zwang und Legalisierung.
Bevor barsche Aufrufe erlassen werden, hätte man vielleicht im Stadtarchiv nach Rechtsgrundlagen suchen sollen!.
Gibt es keine juristischen Fachleute bei der Stadtverwaltung? Aber vielleicht hat der neue Bürgermeister ja noch gedacht, er sei in Tavira (dort war er jahrzehntelang Stadtoberhaupt). Und in Tavira gibt es konkrete Vorschriften für Klimaanlagen....
Olá Senhor Presidente: Faro é Faro e não Tavira!

Für alle, die portugiesisch lesen können, hier was zum Schmunzeln:
http://www.cm-faro.pt/....+Faro.htm
http://adefesadefaro.blogspot.com/2009/11/legalizacao-de-aparelhos-de-ar.html
http://www.cm-faro.pt/portal_...+Faro.htm

31.10.2009

Faro 31.Oktober: 27 Grad und es weihnachtet schon....

Weihnachtsmusik und Weihnachtsmänner in den Kaufhäusern, Christbaumstollen bei Lidl und Weihnachtsbeleuchtung in den Strassen.

Ohne Worte ein paar Strassenszenen:




26.09.2009

Faro: "Hauen und Stechen" im Kommunalwahlkampf

In Portugal wird nicht nur am 27.09. ein neues Parlament gewählt, zwei Wochen später am 11.10. finden auch Kommunalwahlen statt. Und bei dem Kampf um den Bürgermeisterposten gibt es an der Algarve vor allem in Faro "Hauen und Stechen" unter den Bewerbern.
In der Algarve-Hauptstadt wird der jetzige Amtsinhaber (von der PS, in etwa dt.SPD) von dem Bürgermeister von Tavira (von der PSD, in etwa dt. CDU) herausgefordert.
Die erste "Schlacht" vor Gericht hat gerade der Herausforderer gewonnen. Auf den Wahlzetteln, die im Auftrag der Stadt gedruckt wurden, war das Symbol für die PS 11 mm, das Symbol für die Partei des Herausforderers nur 6,5mm gross. Die Namen der Herausforderer waren in kleinen Buchstaben, statt wie vorgeschrieben, in Grossbuchstaben geschrieben. Ergebnis: Die Stimmzettel müssen neu gedruckt werden, den Schaden hat vermutlich der Steuerzahler.

Nebenbei: In Gondemar in Nordportugal passierte Ähnliches mit dem Stimmzettel. Auch hier muss auf gerichtliche Anordnung neu gedruckt werden.

Die Anhänger der beiden Kontrahenten gehen jedoch noch weiter. So wurde das Wahlkampfbüro des Herausforderers (PSD) verwüstet und dort Zettel mit der Aufschrift "Eu sou o cangalheiro de Tavira, agora quero ser o coveiro de Faro" (Ich bin der Bestattungsunternehmer von Tavira, jetzt will ich der Totengräber von Faro werden) hinterlassen.
Der jetzige Amtsinhaber kontert, dass sein Wahlkampf-Auto beschädigt wurde und auf einem Plakat mit seinem Konterfei "morte" (Tod) geschrieben wurde. Die unterschiedliche Beschriftung der Wahlzettel ist für ihn "meramente técnica" (lediglich technisch bedingt).
Als Aussenstehender fragt man sich, was ist so begehrenswert an einem Bürgermeisterposten, dass die Kontrahenten bzw. ihre Anhänger derartkriegerisch und ohne Stil miteinander umgehen??
Quelle:http://www.barlavento.online.pt=3640
http://www.observatoriodoalgarve.com...=31816
http://jn.sapo.pt...=1365203
Foto(C): Creative Commons-Lizenz / /brainsonic auf Flickr

19.09.2009

Faro: Elektro-Tankstelle ohne Elektroautos

Für Camille Jenatzy in seinem 1899 selbstgebauten zigarrenförmigen Elektroauto "La Jamais Contente" (max 105,3 km/h ) kommt die Tankstelle in Faro etwas zu spät
Hurra! Als erstes Einkaufszentrum in Portugal hat das Fórum Algarve in Faro jetzt eine Aufladestation für Elektroautos. "Watt Drive" heisst die "Tankstelle", die von dem Stromversorger EDP eingerichtet wurde. Und um die Verbraucher anzulocken, können Private sogar umsonst "tanken". Dieses grosszügige Geschenk dürfte die Anbieter nichts kosten, denn es gibt so gut wie keine Elektroautos .....
Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht und ein nationales Netz von Stromtankstellen soll folgen.
Schauen wir mal, wie es weitergeht.
Quelle:http://www.observatoriodoalgarve.com...=31805

04.09.2009

Es ist so heiss am Praia do Carvoeiro - ein Stimmungsbild in Bildern

An einem Spätnachmittag Anfang September .....

Bleiern liegt die Hitze über dem Strand


Schatten oder Sonnenbrand


Farturas mag niemand bei diesem Wetter


Die "Blaue Flagge" ist zwar seit ein paar Wochen"futsch" - aber
die Flagge für die Barrierefreiheit des Strandes ist ja auch blau


..selbst die Kleinen verschmähen das Kinderkarussel


.. es hilft nur Trinken bei "Sullys" und Eis vom "Palacio do Cône"


..selbst die Abendsonne verspricht keine Linderung

28.08.2009

Kampf den Balkonveranden, Klimaanlagen und Wäschehaltern


Mit einer Medienkampagne will ein port. Manager - mit Unterstützung des Umweltministeriums - auf eine in port. Städten massenhaft anzutreffende "Bausünde", die das Stadtbild optisch verschandelt, aufmerksam machen. Es geht um die nachträglich angebrachten (meist illegalen) Balkonveranden, ausziehbaren Wäschehalter sowie Klimaanlagen an den Fassaden der Hochhäuser.
Ab September wird im Fernsehen ein 30 Sekunden Spot ausgestrahlt, in dem Beispiele der hässlichen Balkonverkleidungen, Klimaanlagen sowie Unterwäsche am Wäscheständer gezeigt werden. Auch im Radio und auf Plakaten soll auf das Problem aufmerksam gemacht werden.
Der Präsident der port. Architektenkammer begrüsste die Kampagne und erklärte, er kenne kein europäisches Land, in dem so etwas vorkommt.
Ziel der Aktion ist zunächst Lissabon, später Porto. Eventuell wird sie auch auf andere Städte ausgedehnt.
Quelle: http://ultimahora.publico.....=1397931

01.08.2009

Carvoeiro - Bauarbeiten beendet -Bildstrecke 31.07.2009

Vom sauberen und top-gepflegten "Dorfstrand" ....

... direkt zur seelenlosen Betonwüste Teil 1 ...

... und sodann über eine Art verkehrsberuhigte Strasse (die aber nicht als solche ausgewiesen ist) zur Betonwüste Teil 2, hier aus entgegengesetzter Sicht. Die Nirosta- Blumenkübel wirken auch nicht gerade charmant.

Hier noch einmal aus anderer Sicht.

Blick von dort auf Taxistand und Deutsche Arztpraxis

Rua do Barranco, ortsauswärts führend

Rua do Barranco, positiv:Mehr Platz für Fussgänger und Restaurants

am Dorfplatz positiv: neus Kachelbild von Sylvain Bongard

Fazit:
1. Dorfplatz vor dem Strand verschandelt
2. Strassenverkehr durchschneidet den Platz mittig
3. Hässliche neue Touristeninformation
4. Fürchterlich die Nirosta-Begrenzungspfähle
5. Der Charme ist "dahin"
6. Positiv die neuen Freiräume in der Rua do Barranco

29.06.2009

Faro: AS BRIGHT AS THE SUN - ART ALGARVE 2009

Faro aktuell

Dialogue boxes on street windows - Centro Histórico, Faro
AS BRIGHT AS THE SUN - ART ALGARVE 2009

Public Art - Kunst auf öffentlichen Strassen und an Gebäuden löst stets kritische Diskussionen der Bürger aus.

Die Künstler Ana Vidigal, Costa Pinheiro, Manuel Baptista, Susanne Themlitz haben zusammen mit Kunststudenten der Universität der Algarve im historischen Zentrum der Stadt mehrere Kunstobjekte geschaffen, die die Bürger anregen, aus Ihrer Apathie locken und zum kreativen Nachdenken über Kunst und auch die Stadtentwicklung anregen sollen.
Die Ojekte werden präsentiert vom 20.Juni - 27. September in den Strassen Rua de Santo António, Rua Manuel Belmarço und der Rua do Albergue bis zum Eingang zur Vila-a-dentro.

16.06.2009

Bildstrecke - Baustelle Carvoeiro 15.06.2009

Die Arbeiten sollten eigentlich Ende Juni abgeschlossen sein - aber >>>>

1.) Jetzt werden erst einmal die schon montierten steinernen Fahrbahnbegrenzungsblöcke wieder demontiert und durch Nirostapflöcke ersetzt - die flachen, grauen Steinblöcke fanden wohl nicht das Wohlwollen der Stadtväter und Nirosta ist ja sooo billig......

Rua dos Pescadores, Blickrichtung Zentrum

Rua dos Pescadores, Blickrichtung Ortsstrand


2.) In der Rua do Barranco wird noch heftig gebuddelt ...




3.) Am zentralen "Dorfplatz" vor dem Strand, der jetzt den Charme eines Bahnhofsvorplatzes ausstrahlt, wird auch noch fleissig gewerkelt.
Das Foto zeigt übrigens die neue Touristeninformation - eine hässliche Konstruktion aud Glas und Beton ...

14.06.2009

Sete Maravilhas de Origem Portuguesa no Mundo

Mit einer grossen Show wurden gestern in der Portimão Arena die Gewinner der Umfrage "Sete Maravilhas de Origem Portuguesa no Mundo" bekanntgegeben. Insgesamt 239.418 Personen hatten per Internet, SMS oder Telefon abgestimmt, welches der 27 vorgestellten Bauwerke portugiesischen Ursprungs in Afrika, Amerika und Asien zu den "7 Wundern" zählt.
Die vorgeschlagenen 27 Bauwerke waren vorher unter wissenschaftlicher Begleitung ausgesucht worden.
Dies sind die Gewinner:
Fortaleza de Diu - Indien
Basílica do Bom Jesus de Goa - Indien
Igreja de S. Paulo - Macau
Fortaleza de Mazação - Marokko
Cidade Velha de Santiago - Cabo Verde
Igreja de S. Francisco de Assis de Penitência - Ouro Preto, Brasilien
Convento de São Srancisco e Ordem Terceira - Salvador da Baía, Brasilien

Die Veranstalter erklärten, dass im nächsten Jahr über die "7 Maravilhas Naturais de Portugal" abgestimmt werden soll.

Quelle:http://ultimahora.publico.clix.pt...=14